Kopflos mit Köpfchen

Scrumosophie

Akephalische Findung

Was bedeutet Akephalie?

Akephalie bedeutet eine Herrschaft ohne Kopf, ohne Leitung oder Führung. Damit ist gemeint, dass kein Mensch als Leitung oder Vorgesetzter betitelt wird und bei jeglichen Entscheidungen nicht der letzte Träger oder der eine Entscheider ist. Somit ist der akephalische Ansatz die Herrschaftsfreiheit.

Wissen ist Macht

Um in einem Scrumumfeld nicht nur die Autonomie der einzelnen Teams oder Teilnehmer und die Selbstorganisation zu fördern, sondern auch Wissen zu übermitteln, ist es wichtig, dass eine Gesprächskultur etabliert wird. Ein respektvoller Umgang ist die Grundlage für einen prosperierenden Diskurs. Doch was passiert mit dem Wissen? Durch eine Gesprächskultur behandeln die Teilnehmer einen Aspekt, doch ein wichtiger bleibt aus. Daher die Frage: Was passiert, wenn ein Vorgesetzter, der nicht das benötigte oder notwendige Wissen hat um eine passende Lösung zu finden, am Ende derjenige ist, dem die Entscheidung zuteil wird?

Scrum ist Empirismus und Empirismus bedeutet, dass durch Erfahrungen, Wissen und Vorkenntnisse eine Lösung erforscht werden muss. In einem Diskurs, indem ein Leiter sitzt und nicht alle Aspekte betrachtet, werden nicht alle Lösungen zu Tage gebracht und somit generiert man blinde Plätze, die Potential verschenken.

…deswegen führen immer andere

In jedem Ereignis das Scrum bietet, besonders das Refinement und das Sprintplanning, darf jeder seinen Kenntnisstand den anderen Teammitglieder mitteilen. Selbst in Meetings, die außerhalb des Scrum-Frameworks stattfinden, wenn zum Beispiel Stakeholder eingeladen werden und es sich um Produktfeatures handelt, die neu hinzugefügt werden oder abgeändert wurden. Jeder Entwickler, Architekt, Tester, Product Owner, unabhängig von der jeweiligen internen Titulatur, beherbergt Wissen, das unerlässlich für das Produkt, die Entwicklung und Lösungsansätze ist. Daher rotiert die Führung, denn derjenige der am meisten weiß, ist derjenige der in diesem Moment den größten Beitrag leisten kann.

…am Ende führt keiner

Wenn Entscheidungen im gemeinsamen Gespräch erschaffen werden, indem sich die Führung immer wieder ganz variabel, je nach Meinung oder Wissen ändert, hat am Ende keiner die Führung. Im Scrum-Universum findet das Team gemeinsam die Lösung und der akephalische Ansatz kann mit seiner gemäßigten und empirischen Methodik zu kreativen, sowie abgesicherten Lösungen führen. Warum eine abgesicherte Lösung? Weil wir aufgrund von unserer Erfahrung und Wissen die Lösung oder die Entscheidung treffen. Gepaart mit einer kultivierten Gesprächsführung, wird niemand vergessen und alle angehört.

Fazit

Betrachtet Scrum und die Findung von Lösungen und Entscheidungen ohne Kopf, wo jeder frei sprechen darf. Das Vergessen von Hierarchien, Titeln und Listen wird zu den besten und treffendsten Lösungen führen.

Der akephalische Ansatz beherbergt unendlich viel Potenzial, vergeudet es nicht.

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