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Fakeholder?

Scrum-Fails

Der Begriff „Stakeholder“ ist eine der Säulenbegriffe, neben Product Owner, Scrum Master und Dev.-Team in Scrum. Während das Scrum Team gerne in voller Breite betrachtet wird, ist die Rolle des Stakeholders etwas was in den Hintergrund rückt, obwohl sie mit profunden Aussagen das Produkt ausmachen. Der „Fakeholder“ wiederum hat Ähnlichkeiten mit dem „Stakeholder“, füllt jedoch Dinge aus, die man nicht gerne im Scrum Umfeld hat, ähnlich dem Zwang Master, der weitentfernt vom Scrum Master ist.

Interesse ist da…

Die Stärke der Rolle des Stakeholders ist die, das Interesse an dem Produkt, der Dienstleistung oder dem Feature besteht. Ein Product Owner und Development Team sind zum Teil abhängig von dem Urteil der Stakeholder. Hier ist erklärt worden, wie Externe Stakeholder es im günstigsten Fall tun, der Fakeholder ist oft ein Internes Organ, das Interesse an den Dingen hat oder es vermeintlich vorgibt. Stellen wir uns den Fakeholder als jemanden vor, der bei jedem Treffen dabei ist, seine Meinung zum Besten gibt und munter mit diskutiert. Das Interesse ist da, sonst würde diese Person oder diese Gemeinschaft nicht bei den Meetings sein. Dazu sind sie oft noch höflich und zum Teil zuvorkommend damit der Schein oben gehalten wird. Fake, bedeutet Täuschung und gerade in einer hochbrisanten Zeit der „Fake News“, möchte man wenig „Fake“ im Umfeld haben. So sitzt der Fakeholder in den Meetings und hört uns zu.

Doch am Problem möchte ich mich nicht beteiligen…

Wenn es dann zum Handeln kommt, jenseits des Wissensaustausches oder des Auffrischens von Informationen, die zu der Problemlösung führen zieht sich ein Fakeholder immer mehr zurück. Wie gesagt, er hat Interesse an dem Problem aber die Lösung ist für ihn oft nicht das Ergebnis. Der Fakeholder ist ein Element das andere Elemente ausbremst, sieht er das er die Elemente ausbremsen kann, wird er aktiv. Unter dem Mantel des Interesses, des Überdenkens, des Zweifels und verzögert damit die Findung einer Lösung. Das Handeln, das aktive Bekämpfen von Problemen ist nicht sein Metier. Ein „Fakeholder“ sieht sich als nicht negativ an oder möchte tatsächlich etwas Böses tun, er möchte unterschwellig nur nicht das es weitergeht. Interesse am Interesse wird beteuert aber das Handeln rückt in weiter Ferne.

Meinungen, Wissen und sehen was möglich ist

Springen wir zwei Punkte zurück und gelangen zu dem Punkt, an dem man das Problem identifiziert hat, wir aber noch weit vom Handeln weg sind. Das ist die Phase in dem der „Fakeholder“m stärksten auftreten wird, in Diskussionen und Meinungen die Gruppe oder den Einzelnen dorthin drängen wird das man es nicht machen kann. Er redet vielleicht noch nicht einmal vom Schaffen, sondern vom Machen, was bedeutet das er nicht Ergebnisorientiert denkt, sondern Handlungsunfähigkeit fordert. Er will nicht handeln aber wir wollen es, weil ein Fakeholder vielen Möglichkeiten im Weg steht. Die Leistung einer Innovation, einer inkrementellen Evolution, das Fabrizieren von neuen Eingebungen wird von solchen Fakeholdern gestoppt. Sieht er was möglich ist? Tut er, er möchte es nur nicht.

Herausfinden, mitnehmen, oder?

Wie jemand zu identifizieren ist, der nicht mitzieht, denke ich, ist jedem bekannt. Durch das agile Mindset. Agilisten sind Macher, sie wollen Sachen erschaffen und jeder der ihnen im Weg steht, bekommt einen faden Beigeschmack. Scheitern Agilisten dabei? Hoffentlich, denn in jedem Scheitern liegt die Erfahrung, die wir benötigen, um den nächsten Zyklus zu starten. Fakeholder wollen dies nicht. Kann man sie umformen? Ja, wenn sie sich eingestehen das sie Leute sind, die zwar das Problem kennen aber es nicht bewältigen wollen. Doch wie bewältigt man Menschen, die nicht mitreisen wollen? Schließt man sie aus? Argumentiert man sie weg? Es ist schwierig eine derartige Lage, falls Fakeholder identifiziert worden sind, zu beurteilen. Das liegt an euch. Doch das Wissen das Menschen existieren, die zwar kräftig mitarbeiten, bis zu einem Punkt und dann dem Team, dem Product Owner oder sogar dem Unternehmen schaden können, ist wichtig und sollte transparent gemacht werden.

Fazit:

Fakeholder sind Menschen, die es nicht böse meinen, obwohl sie der Sand im Getriebe sind. Hier ist Transparenz sowie Vorsicht geboten. Identifiziert sie und schaut, wie ihr mit ihnen umgeht, sie meinen es nicht böse, oft können sie es einfach nicht besser.

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