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Ein bisschen Spaß muss sein – Retrospektive

Hallo liebe Scrum Master,

findet ihr, dass euer Team in letzter Zeit schon viele Maßnahmen in Angriff genommen hat? Oder denkt ihr, sie haben einfach so mal etwas kreativen Spaß verdient? Dann ist unsere heutige Retrospektive-Methode genau das Richtige, um mal von einer anderen Seite über den Sprint nachzudenken und sich auszutauschen – ohne notwendigerweise Maßnahmen zu generieren.

Ein bisschen Spaß muss sein – Retrospektive

Teilnehmerzahl: 4-8 Teilnehmer + 1 Scrum Master

Dauer: 50 Min.

Häufigkeit:

Diese Methode kann in regelmäßigen Abständen beliebig oft durchgeführt werden, um das Thema Retrospektive etwas aufzulockern. Um jedoch den Zweck der Retrospektive nicht aus den Augen zu verlieren und es abwechslungsreich zu halten, sollten einige Sprints Abstand eingehalten werden.

Materialien: FlipChart, Marker, Haftnotizen, Stifte/Kulis, Papier (am besten Din A4)

Solltet ihr die Retro online anwenden, schaut euch gerne hier einmal nach einem geeigneten Tool um:

https://scrumcorp.de/2020/03/30/online-retrospektive-tools-im-test-2/

Ablauf

Rahmenbedingungen der Retro kommunizieren

Die heutige Retrospektive soll dem Team eine lockere und spaßige Abwechslung zu den sonst sehr zielgerichteten Alternativen bieten. Es geht darum, sein letztes Sprinterlebnis auf kreative Weise mit dem Team zu teilen. Sollten sich dabei Muster ergeben, was allgemein als positiv oder negativ herausgestochen ist, können diese natürlich trotzdem in Maßnahmen festgehalten werden. Dies ist jedoch in diesem Fall nicht zwingend geplant.

Allgemein gilt wie immer, dass offen und ehrlich miteinander kommuniziert werden und alles Gesagte in diesem geschützten Raum bleiben soll. Weiterhin wird sich vertraut, dass jeder nach seinen besten Möglichkeiten und seinem besten Wissen gearbeitet hat.


Einstieg (10 Min.)

Als Einstieg werden die Teammitglieder gebeten, sich zu überlegen, mit welcher Figur sie sich über den letzten Sprint am ehesten identifizieren. Hierbei können als Rahmen beispielsweise Filme wie Harry Potter oder Der Herr der Ringe gewählt werden. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass wahrscheinlich jeder im Team die Vorgabe auch kennt.

Nachdem alle 3 Min. Zeit hatten, sich eine Figur zu überlegen, haben sie nun die restlichen 7 Min. reihum Zeit, um die Figur kurz zu nennen und ein paar Worte zur Begründung und ihrem Sprinterlebnis zu sagen.

Hauptteil (30 Min.)

Für den Hauptteil der Retrospektive werden vom Scrum Master vorab Filmgenre gesammelt – so viele wie es Teammitglieder gibt. Eine Auswahl dafür sind zum Beispiel:

·       Komödie

·       Drama

·       Romantik

·       Krimi

·       Dokumentation

·       Thriller

·       Märchen

·       Horror

·       etc.

Der Scrum Master schreibt diese Genre im Vorfeld einmal auf Zettelchen, damit sie später von den Teammitgliedern gezogen werden können und einmal auf Haftnotizen, die zur Übersicht an der FlipChart angebracht werden. Außerdem überlegt sich der Scrum Master eine Auswahl von etwa 10 Wörtern, die gut zu einem Sprinterlebnis passen, wie z.B. Team, super, schwierig, zum Glück, etc. Darüber hinaus können die 10 Wörter jedoch natürlich auch anders ausgewählt oder aufgefüllt werden, z.B. einfach mit interessanten oder spaßigen Wörtern, die die Kollegen oft verwenden oder mit solchen, die einen gewissen Schwierigkeitsgrad reinbringen, weil sie ungewöhnlich sind. Die ausgewählten Wörter werden alle auf Haftnotizen geschrieben und unter den Genres ebenfalls an der FlipChart angebracht.

In der Retrospektive wird dann zunächst die Aufgabe erklärt, welche darin besteht, eine kurze Geschichte von etwa 100-150 Wörtern zu schreiben. Diese soll den Stil des gezogenen Genres haben und sich auf die Erlebnisse im letzten Sprint beziehen, sowie alle der aufgelisteten Wörter beinhalten. Anschließend werden Papier und Stifte verteilt und die Teammitglieder bekommen 15-20 Min. Zeit, um ihre Geschichten zu schreiben. Danach werden diese reihum vorgelesen, wofür noch einmal 10-15 Min. Zeit eingeplant sind.

Im Prinzip endet damit der Hauptteil. Sollte es sich jedoch ergeben, dass in den Geschichten (wiederkehrende) wichtige Themen auftauchen, die weiter zur Sprache gebracht werden sollten, ließe sich hier unter Berücksichtigung der zusätzlich notwendigen Zeit auch noch ein Maßnahmen-Teil anfügen.

Abschluss (10 Min.)

Um herauszufinden, wie dem Team diese etwas entspanntere Version der Retrospektive gefallen hat und ob solch eine Methode vielleicht immer wieder mal gewünscht ist, wird zum Abschluss eine Feedback-Methode gewählt. Dazu wird auf die FlipChart einmal „Diese Retrospektive hat mir gefallen, weil…“ und einmal „Diese Retrospektive hat mir nicht gefallen, weil…“ geschrieben. Nach einer kurzen Erklärung werden den Teammitgliedern wieder 3 Min. zum überlegen gegeben und anschließend 7 Min., um ihr Feedback zu teilen.

Hast du Lust auf ein Scrum Webinar? Dann schau dich hier um: www.agilisieren.com.

Wenn du dir noch einmal anschauen möchtest, welchem Zweck eine Retrospektive im Sprint dient, bist du hier genau richtig.

Alles Gute und viele Grüße

Eure Vanessa von ScrumCorp

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