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Ich packe meinen Sprint-Koffer

Sei gegrüßt lieber Scrum Master,
Es ist wieder Montag und wir haben wieder eine neue Retrospektive zur Inspiration.

1.Titel

Ich packe meine Sprint-Koffer

2. Teilnehmeranzahl

4-9 Teilnehmer + 1 Scrum Master

3. Dauer

90 Min

4. Häufigkeit

Die Retrospektive kann wiederholt werden, allerdings nicht zu nah hintereinander, da der kreative Effekt dann verloren geht.

5. Benötigte Materialien

Post-It’s, Stifte, Flipchart

6. Retro Ablauf

a) Rahmenbedingungen

Jeder Teilnehmer kann offen reden. Alles besprochene bleibt im Raum, es sei denn, es gibt einen ausdrücklichen Auftrag.

Die Retrospektive lässt auf den vergangenen Sprint zurück blicken und bringt auf spielerische Art und Weise einen Lerneffekt für den nächsten Sprint mit sich.

Die Retrospektive greift sehr stark die aktuelle Stimmung im Team auf. Sollten also größere Konflikte im Team bekannt sein, werden diese sich in der Retrospektive wiederspiegeln. Die Methode ist jedoch nicht darauf ausgelegt diese direkt zu lösen. 

b) Einleitung (ca. 15 Minuten)

Zum Einstieg der Retrospektive geht es um die allgemeine Stimmung und Gefühlslage im Team.

Hierfür wird ein Plakat mit verschiedenen Symbolen für das Wetter vorbereitet. Also beispielsweise eine Sonne, eine Wolke, eine Gewitterwolke oder eine Sonne mit einer kleinen Wolke. Diese Wettersymbole sollen nun die Stimmung/Gefühlslage der Teilnehmer darstellen.

Es wird also jeder Teilnehmern darum gebeten seine Stimmung aus dem letzten Sprint in diesen Wettersymbolen zu spiegeln. Die Sonne bedeutet demnach eine super Gefühlslage und je schlechter das Wetter, desto schlechter auch die Stimmung des Teilnehmers.

Dies kann einfach mündlich geschehen oder jedes Teammitglied setzt einen Post-It an die entsprechende Stelle. Hier ist das Stimmungsbild auch sehr gut visuell dargestellt und zudem werden wir am Ende der Retrospektive nochmals darauf zurück kommen.

c) Sammelphase (ca. 30 Minuten)

Ich packe meinen Sprint-Koffer…

In der Sammelphase benötigen wir ein vorgemaltes Plakat mit einem Koffer. 

Die Teammitglieder bekommen nun die Aufgabe sich Gedanken zu machen, was sie gerne aus dem vergangenen Sprint positives mitnehmen möchten in den nächsten Sprint und was sie ergänzend dazu noch einpacken möchten. Dies können auch Dinge/Maßnahmen sein, die im vergangenen Sprint zu kurz gekommen sind oder nicht vorhanden waren.

Hierfür bekommen die Teammitglieder 10 Minuten Zeit und verfassen Ihre Punkte auf Post-It's. Im Anschluss werden die Post-It's von jedem vorgestellt und an das Flipchart geklebt. 

die Aufgabe des Scrum Masters ist das Time-Boxing und dafür zu sorgen, dass es keine Unklarheiten über Inhalte gibt.

d) Clusterphase/ Sortierung 

Im Anschluss hat das Team die Aufgabe, die angebrachten Themen zu sortieren und falls möglich, in Themenwolken zusammen zu fassen. Der Scrum Master führt hier nur die Anweisungen des Teams aus und stellt selbst keine Zusammenhänge her. 

e) Priorisierung (ca. 10 Minuten inklusive Sortierung)

Wenn das Team die genannten Themen sortiert hat ist es an der Zeit diese der Wichtigkeit nach zu priorisieren. Jedes Teammitglied markiert die beiden wichtigsten Themen mit einem Strich. 

Die Themen mit den meisten Strichen werden dann absteigend sortiert und in der nächsten Phase behandelt. 

f) Behandlung

Das Team hat nun die wichtigsten, zu behandelnden Themen herausgefiltert und kann sich die Zeit nehmen diese näher zu besprechen. 

Der Scrum Master ist für ein striktes Time-Boxing verantwortlich, damit alle priorisierten Themen besprochen werden können. 

Zudem ist wichtig, dass der Redeanteil gleichmäßig auf das Team verteilt ist. 

Wenn es Themen gibt, die den zeitlichen Rahmen der Retrospektive sprengen, kann auch ein Nachfolgetermin vom Scrum Master angesetzt werden. Dies wird dann ebenfalls auf dem anschließenden Maßnahmenplakat festgehalten.

g) Schlüsse/ Maßnahmen ziehen (ca. 30 Minuten)

Aus der Diskussion werden Maßnahmen abgeleitet, die auf dem Maßnahmenplakat festgehalten werden.

Hier wird für das zu besprechende Thema eine Überschrift abgeleitet und oben auf das Plakat geheftet. Es ist dann zu bestimmen, was erledigt werden soll, wer dies tut und wann es geschieht. 

Es ist wichtig diese Maßnahmen möglichst genau und messbar zu formulieren. 

Jedes zu besprechende Thema bekommt 5 Minuten Zeit zur Diskussion, im Anschluss entscheidet das Team, ob sie noch weitere 5 Minuten Zeit benötigen.

h) Abschluss (ca. 5 Minuten)

Zum Abschluss der Retrospektive wird nochmals auf das Plakat mit den Wettersymbolen zurück gegriffen. 

Jedes Teammitglied wird nun gefragt, wie die Wetterlage (also die Stimmung) für den nächsten Sprint erwartet wird. Dies kann wieder mündlich oder per Post-It auf dem Wetter-Flipchart stattfinden.

Es ist wichtig, dass alle Erwartungen unkommentiert bleiben. Es handelt sich um persönliches Empfinden und wird daher nicht kommentiert.


Wie immer hoffen wir, dass die Retrospektive euch und euer Team unterstützen kann.

Mit freunldichen Grüßen,
Verena von ScrumCorp

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